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Mähren-Gruppe überwacht Mieter

Die Im­mo­bi­li­en­fir­ma Mäh­ren-​Grup­pe will ihre Mie­ter im Haus Wei­se­str. 18 im Schil­ler­kiez im Blick haben und setzt nun auch Vi­deo­über­wa­chung ein. Über die bis­he­ri­gen Schi­ka­nen gegen Haus­be­woh­nen, siehe hier: Mo­bil­ma­chung in der Wei­se­stras­se und hier Mäh­ren-​Grup­pe und die Wei­se­str. 18 .

Wer seit Sams­tag an dem Haus vor­bei läuft, sieht viel­leicht ein klei­nes Schild an der Haus­tür mit dem Hin­weis, dass die­ses Ob­jekt vi­deo­über­wacht wird. Zudem steht seit Tagen ein Auto der Mäh­ren-​Grup­pe vorm Haus. Die Ka­me­ra be­fin­det sich in der Ein­fahrt und über­wacht die Haus­tür und somit jeden,der das Haus be­tritt oder ver­lässt. Die Mie­ter des Hau­ses wur­den na­tür­lich nicht in Kennt­nis ge­setzt.

Dabei ist diese Art der Über­wa­chung il­le­gal. Im Herbst 2012 ver­such­te die Firma Tars­ap eine glei­che Ak­ti­on in der Allerstr.​37 und muss­te kurz dar­auf die Ka­me­ra ab­bau­en Vi­deo­über­wa­chung gegen Mie­ter , denn das An­brin­gen einer Ka­me­ra oder auch einer At­trap­pe ist nur mit Zu­stim­mung aller Mie­ter und Mie­te­rin­nen er­laubt. Das er­gibt sich aus einem Ur­teil des AG Schö­ne­berg vom 08.​06.​2012 – AZ 19 C 166/12. Dar­über be­rich­tet das Mie­te­recho der Ber­li­ner Mie­ter­ge­mein­schaft in der Sep­tem­ber-​Aus­ga­be 2012 In­stal­la­ti­on einer Vi­deo­über­wa­chungs­an­la­ge und Ver­let­zung von Per­sön­lich­keits­rech­ten : Die Kern­au­sa­ge des Ur­teils ist:
„Die nach­träg­li­che In­stal­la­ti­on einer Vi­deo­über­wa­chungs­an­la­ge im Ein­gangs­be­reich eines Wohn­hau­ses be­darf der Zu­stim­mung aller Mie­ter.“

Es ist zu hof­fen, dass die Mäh­ren-​Grup­pe Haus­ver­wal­tung die Ka­me­ra ab­baut, bevor sie ge­richt­lich dazu ge­zwun­gen wird.