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Preisgünstiger Wohnungsneubau auf nicht-öffentlichen Grundstücken immer unwahrscheinlicher

Immobilienmarktbericht Berlin des Gutachterausschusses
Preisgünstiger Wohnungsneubau auf nicht-öffentlichen Grundstücken immer unwahrscheinlicher - Druck auf die Mieten wächst weiter

Pressemitteilung Nr. 23/17 des Berliner Mietervereins

Besorgniserregend ist vor allem der Preisanstieg von 20 Prozent beim Handel mit Mietwohnhäusern und die Anpassung der Bodenrichtwerte in den verdichten innerstädtischen Lagen um bis zu 60 Prozent in nur einem Jahr“, kommentiert der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild, den neuen Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin.

Der Rückgang der Kauffälle um 12 Prozent kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Preis für unbebaute Grundstücke, auf denen Geschosswohnungsbau möglich ist, mit mehr als 2.000 €/Quadratmeter im Schnitt eine Höhe erreicht hat, die nur noch hochwertige Eigentumswohnanlagen realisierbar macht. Das bestätigt auch der Gutachterausschuss.

„Die Bundesregierung hat die Innenstädte aufgegeben, soziale Stadtentwicklung ist ein Fremdwort“, kritisierte Wild die Untätigkeit der Bundesregierung im Bodenrecht, Steuerrecht und Planungsrecht.

Darauf können die wenigen Bebauungspläne nach dem kooperativen Baulandmodell des Senats nur bedingt Einfluss nehmen.

„Die erhöhten Kaufpreise für Mietwohnhäuser lassen nichts Gutes erwarten“, so Wild. Aufgrund der massiv angestiegenen Oberwerte beim Mietspiegel setzen Immobilienkäufer auf eine deutliche Steigerung der Mieten auch in bestehenden Mietverhältnissen, um ihre erhöhten Kaufpreise zu refinanzieren. Das wird zu einer weiteren Wohnkostenbelastung der Mieter führen.